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Elektromobilität oder auf Neudeutsch E-Mobility hat längst ihren Weg in den Alltag vieler Menschen gefunden. So hat sie auch in der Skaterszene Einzug gehalten. Elektro Skateboards sind momentan die kleinsten Elektrofahrzeuge der Welt.

Etwas verwirrend ist hier die Namensgebung: Elektro Skateboard, Elektro Longboard oder einfach E-Board? Auch E-Skateboard oder E-Longboard hast du schon mal gehört? Die Begriffe bezeichnen alle ein und dieselbe Sache.

Was genau ein Elektro Skateboard ist, wer damit Spaß hat und wie die aktuelle Rechtslage aussieht sowie weitere Infos rund um das Thema erwarten dich hier:

 

Was ist ein Elektro Skateboard?

Ein Elektro Skateboard ist ein elektrifiziertes Skateboard. Mit dem Fuß anschieben war gestern und so sichtet man in Deutschlands Städten mehr und mehr von ihnen. E-Skateboards erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Es gibt zahlreiche Varianten. Die meisten kommen aus China, aber einige werden in Deutschland produziert.

 

Wie funktioniert ein E-Skateboard?

E-Skateboards haben im Vergleich zu ihren Vorgängern einen Elektroantrieb. Der Motor mit bis zu 2000 Watt Leistung und damit im Schnitt um die 2,5 PS sitzt für gewöhnlich in den Rollen oder am Keilriemen.

Dazu benötigen sie Ladeeinheiten: im Normalfall handelt es sich dabei um Lithium-Ionen-Akkus, die je nach Modell ausgetauscht werden können oder fest verbaut sind.

Zur Steuerung gibt es eine Fernbedienung oder die Möglichkeit, das E-Skateboard über eine App mit dem Handy zu verbinden. So kann man ganz leicht mit einem Klick Gas geben oder bremsen.

Das Lenken funktioniert wie bei unmotorisierten Skateboards durch die Verlagerung deines Gewichts.

Wenn du mal nicht rechtzeitig zum Laden kommst, kannst du das E-Board natürlich auch traditionell mit Muskelkraft antreiben. Sei aber darauf gefasst, dass sich motorisierte Bretter nicht ganz so spritzig und wendig fahren lassen.

Deck, Achsen und Rollen unterscheiden sich bei E-Skateboards nicht vom Setup ihrer unmotorisierten Vorgänger.

 

Für wen eignen sich E-Skateboards?

Prinzipiell kann jeder Skateboard-Fahrer auf E-Skateboards umsteigen. Sie sind relativ leicht zu bedienen und sind so auch für Anfänger geeignet.

Vor allem Skateboard-Fans, die aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht mehr über den Asphalt cruisen können, haben Dank E-Skateboards die Möglichkeit, frischen Fahrtwind zu genießen.

Echte Outdoorfans können mit Offroad Rollen, sogenannter All-Terrain-Bereifung, auch Schotter- und Waldwege unsicher machen. Selbst All-Terrain-Boards lassen sich mit einem Motor ausstatten, sodass selbst Schnee und Matsch kein Hindernis für das Outdoor-Abenteuer darstellen. Solche Boards wiegen jedoch bis zu 35 kg und sind damit nicht unbedingt für Ausflüge in der Stadt geeignet, bei denen man sich das Board mal eben unter den Arm klemmen können sollte.

Allerdings handelt es sich bei E-Skateboards nicht um Spielzeug! Kinder unter 14 Jahren sollten daher zunächst mit unmotorisierten Skateboards üben und bestenfalls unter Aufsicht eines Erwachsenen mit einem E-Skateboard fahren.

 

Sicher mit dem E-Skateboard unterwegs

Du solltest immer ein gewisses Risiko einkalkulieren und vorausschauend fahren. Am sichersten ist es, wenn du so fährst, dass du jederzeit auch auf traditionelle Weise bremsen könntest.

Hab immer im Hinterkopf, dass Technik ausfallen kann, Aussetzer haben kann oder sonstige Probleme verursachen kann. Am Ende solltest du das Board kontrollieren und nicht die Maschine.

Zudem solltest du nicht ohne Schutz unterwegs sein. Ob Anfänger oder nicht: Helm sowie Knie- und Handgelenkschoner gehören zur Grundausstattung und bewahren dich im Ernstfall vor schweren Verletzungen.

 

Die Vor- und Nachteile von E-Skateboards im Überblick

VorteileNachteile
Fun-FaktorHoher Kaufpreis
UmweltfreundlichLange Ladezeit
Kostengünstig unterwegserschwerter traditioneller Betrieb
Hohe FlexibilitätLimitierte Reichweite
Geeignet für kurze und mittlere StreckenProbleme mit der Rechtslage
Für Einsteiger bis ProfisMotorgeräusche

 

 

Elektro Skateboard kaufen

Wenn du dir ein E-Skateboard kaufen möchtest, gibt es einige Punkte, die du beachten solltest. Um dir die Kaufentscheidung zu erleichtern, haben wir diese für dich zusammengefasst:

Höchstgeschwindigkeit: Wie du in unserer E-Skateboard-Übersicht sehen kannst, können die kleinen Flitzer durchaus bis zu 40 km/h fahren. Bedenke bei der Entscheidung, welche Spitzengeschwindigkeit dein neues E-Skateboard erreichen können soll, deine Fähigkeiten als Fahrer und das dadurch erhöhte Risiko bei Stürzen.

Deck-Material: Das Material hat Auswirkungen auf die Langlebigkeit sowie das Gewicht deines E-Skateboards.

Gewicht: E-Skateboards können zwischen 7 und 30 kg wiegen. Dies hat Auswirkungen darauf, wie wendig dein Skateboard ist und wie du es transportieren kannst, wenn du mal gerade nicht damit fährst – zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Reichweite: Natürlich spielt auch eine große Rolle, wie weit du mit deinem E-Skateboard Spaß haben kannst, ohne es zwischendrin laden zu müssen. Die Reichweite liegt auf dem Blatt Papier zwischen 10 und 40 Kilometern. Effektiv hängt sie jedoch von verschiedenen Faktoren wie deinem Fahrstil, der Geschwindigkeit und deinem Gewicht ab.

Antriebssystem: Das Antriebssystem von E-Skateboards befindet sich normalerweise entweder in den Rollen oder an den Keilriemen.

Die sogenannten Radnabenmotoren beim Antriebssystem in den Rollen sind weniger fehleranfällig als wenn sich der Motor außen am Keilriemen befindet, wo er zudem Wind und Wetter stärker ausgesetzt ist.

Beim Bremsen entstehende Energie wird von einigen Motoren bereits durch ein regeneratives Bremssystem zurückgewonnen.

Achte in jedem Fall darauf, dass das Antriebssystem wasser- und stabdicht ist.

Ladezeit: Die Lithium-Ionen-Akkus von E-Skateboards haben in der Regel eine Ladezeit von 3 bis 6 Stunden. Meistens können sie ausgetauscht werden, aber es gibt auch einige Modelle, bei denen sie fest eingebaut sind.

Fernbedienung: Achte bei der Fernbedienung darauf, dass sie ergonomisch geformt ist. Es sollte sich natürlich anfühlen, wenn sie in deiner Hand liegt. Außerdem solltest du mit der Bedienung keine Probleme haben.

Preis: Häufig fällt die Entscheidung am Ende aufgrund des Preises. Du kannst ein Einsteigermodell bereits ab 350 Euro bekommen, aber der Preis kann bis zu 2500 Euro hochgehen.

 

Elektro Skateboard selber bauen

Wer ein wenig handwerkliches Geschick besitzt, kann sich sein E-Skateboard selber bauen. Dafür hast du zwei Möglichkeiten:

Echte Do it yourself-Fans können sich ihr Elektro Longboard von Grund auf bauen: Deck, Achsen, Rollen und Motor.

Alternativ kannst du auch ein normales Skateboard motorisieren. Dafür gibt es sogar fertige Umrüstkits.

Für welche Variante du dich auch entscheidest: Es ist ratsam, das fertige E-Skateboard von einer Werkstatt prüfen zu lassen.

 

 

E-Skateboards und die Rechtslage

Am 23. September 2016 gab es einen Beschluss des Bundesrates, in dem die Bundesregierung zur Schaffung von Voraussetzungen für die Nutzung von selbstbalancierten Fahrzeugen sowie Elektrofahrzeugen mit weniger als einem Sitzplatz im öffentlichen Straßenverkehr gebeten wurde.

Theoretisch benötigen E-Skateboards eine Zulassung mit Versicherung und Nummernschild sowie einem Führerschein, da sie schneller als 6 km/h fahren und damit als Kleinkraftfahrzeuge gelten. Zudem besagt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), dass solche Fahrzeuge Rücklichter, Schutzblech, Klingel und Reflektoren haben müssen.

Die Konsequenz ist, dass das Fahren von Elektro Skateboards in Deutschland im öffentlichen Verkehr eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Wer dies vermeiden will, kann daher nur auf diversen freien Plätzen oder aber auf Privatgelände cruisen.

Es sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass im Falle eines Unfalls im Straßenverkehr die Gefahr besteht, dass du etwaigen entstanden Schaden und medizinische Kosten selbst tragen musst, da Versicherungen bei begangenen Ordnungswidrigkeiten nicht greifen.

 

 

Elektro Skateboards im Test

Electric Skateboard ist dein Vergleichsportal im Bereich E-Mobilität.
Be fast! Go green! Have fun!

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