Elektro-Skateboard selber bauen

Wer sich selbst ein Skateboard mit Elektro-Motor bauen will, kann auf fertige Komponenten zurückgreifen. Am einfachsten nimmt man ein normales Skateboard oder Longboard zum Umbauen. Dafür gibt es schon fertige Komponenten und Umrüst-Sets.

Fertige Umrüst-Kits

Mellow

Mellow ist das jüngste und ausgereifteste Umbau-Sets, um ein normales Board mit Motoren auszustatten. Und gleichzeitig auch das einfachste. Es ist nämlich ein fertiges Modul, das im Prinzip einfach anstatt der Hinterachse am Deck montiert wird. Ausgereift nicht zuletzt deshalb, weil die Motoren in die Rollen integriert sind.

Die High-End Spezifikationen sind umwerfend: 40km/h bei 15km Reichweite. Die hocheffizienten Motoren mit insgesamt 2,3kW sollen dich auch eine 20-prozentige Steigung hoch tragen. Fernbedienung, Smartphone-App, regeneratives Bremssystem und mehr machen jedes Brett zum High-End Elektro-Skateboard. Made in Germany befindet sich das Mellow gerade in den Startlöchern, die Kickstarter-Kampagne ist gerade zu Ende und die ersten Umbau-Kits sollen im Frühjahr 2016 ausgeliefert werden. Hoffentlich ist das was hier außer bei Mellow bisher bei keinem Motor-Skateboard (mit Ausnahme des Inboard M1, das noch im Oktober 2015 auf den Markt kommen soll) zu finden ist dann immer noch State of the Art.

Kickr

Kickr wurde bereits 2014 erfolgreich mithilfe von Kickstarter finanziert und ausgeliefert. Das System wirkt mangels Bremse und Fernbedienung – man beschleunigt mit Hilfe einer Art Pedal – etwas primitiver. Es kann auch in Sachen Leistung und Reichweite nicht mit den hohen Spezifikationen von Mellow mithalten. Dafür ist es sehr leicht an jedes Board montierbar – es wird von außen auf die Achse montiert und treibt mit einer Walze direkt die Skateboard-Rolle an. Das Projekt sieht etwas ausgestorben aus, möglicherweise kann man aber auf gokickr.com ein Exemplar ergattern.

Kranx – das Akkuschrauber-Skateboard

Eine ebenso kreative wie außergewöhnliche Art, ein Skateboard zu motorisieren hat mit einem Akkuschrauber und einer flexiblen Welle zu tun. Als fertiges Umrüstkit wird die Welle samt Montagematerial unter dem Namen „KRANX Powerstik“ angeboten. Wie es aussieht, wenn so ein von einer Handbohrmaschine betriebenes Skateboard fährt, sieht man im folgenden Video:

Einzel-Komponenten

Neben den oben genannten Umbau-Sets kann man sich natürlich auch aus einzelnen Komponenten selbst einen Antrieb zusammen bauen und so sein Skateboard oder Longboard motorisieren. Dabei sind jedoch unter Umständen neben der Fähigkeit einen Schraubendreher zu bedienen noch mehr Kenntnisse und Aufwand erforderlich. Bei der Steuerung bzw. Fernbedienung sollte man sich auch mit Elektronik auskennen. Aber auch da gibt es Bausätze und aufeinander abgestimmte Komponenten. Im Internet findet man sehr viel Wissen und Erfahrungen darüber. Komponenten kann man unter Anderem bei Enertion Boards oder DIY Electric Skateboards kaufen.

Im oben genannten Shop Enertion Boards ist mit VESC auch eine geeignete Open-Source Steuerungselektronik erhältlich, die beim Eigenbau sehr nützlich werden könnte und dank Dokumentation und Schnittstellen anpassbar ist.

Eine weitere interessante Komponente sind die „Hubmotor“-Achsen von Carvon. Das sind Skateboard-Achsen bzw. -Rollen mit Nabenmotor. Schön unauffällig und effizient.